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Evangelische Kirche Karlsruhe
Dirk Keller Pfarrer Dirk Keller, Leiter des David-Projekts. Pfarrer an der Evang. Stadtkirche Karlsruhe
 
Liebe, Mut und Gottvertrauen ... David!
Wir brauchen mehr denn je Menschen und Geschichten, die uns packen und Mut machen, um in einer komplizierten Welt zurecht zu kommen. Die Geschichte vom unerschrockenen Hirtenjungen David, der überraschend den Riesen Goliath besiegt, gehört dazu. Von ihr geht Kraft aus. „Du wirst es auch schaffen!“ hör ich David nach seinem Kampf mit dem Koloss sagen „mit Liebe, Mut und Gottvertrauen“. Und David nehme ich das ab, weil er so menschlich ist, kein Superheld, sondern sondern einer wie der Nachbar von nebenan, der mich bestärkt im Kampf mit den Goliaths unserer Zeit.
 
Sie haben heute andere Namen, aber schüchtern ähnlich ein: Altersarmut, Bienensterben, Digitalisierung, Pflegenotstand, Gentechnologie, Klimawandel, Kampf um den Welthandel und freien Journalismus. Mit Davids Liebe, Mut und Gottvertrauen haben wir die Chance, wie er den Kampf aufzunehmen und die Welt ein bisschen besser zu machen.
Von David geht Energie aus
David Büste
Die David-Skulptur des Bildhauers Thomas Hildenbrand ist die Leitfigur unseres Projektes
 
Gerade in diesem bewegten Jahr 2018 geht von David unglaublich viel Energie aus. Mit unserem Projekt „Liebe, Mut und Gottvertrauen…David“ haben wir mit der biblischen Geschichte von David und Goliath ganz klein angefangen. Umgeben von Nachrichten, dass die einen Handelskrieg mit China anzettelt, dass die anderen kritische Journalisten inhaftieren, dass die Regierung sich um Flüchtlingskontingente streitet und uns der heißeste Sommer überhaupt zermürben wird.
 
Aber angetrieben haben uns nicht so sehr die Tagesnachrichten, sondern die biblische Geschichte von David, der seine Chance nutzt, kämpft und den scheinbar unbezwingbaren Riesen besiegt. Und auf den zweiten Blick kommt der David, der nach diesem furiosen Start auch mit Rückschlägen leben muss, scheitert, Fehler einsieht und zugibt und weitermacht. Und der David, der das Leben genießen kann, gerne mit Freunden zusammen ist, leidenschaftlich liebt, hingebungsvoll Harfe spielt, ekstatisch tanzt und Gedichte für die Ewigkeit schreibt. David entwickelte schon in unserer Vorbereitung so viel gute Energie, dass wir in unserer Stadt Leute gesucht haben, die auch aus dieser Energie des biblischen David leben und sich nicht von einem Goliath einschüchtern lassen.
David kämpft schon in Karlsruhe
Erste Telefonate, Gespräche in Cafés, an Schreibtischen, in Ateliers, auf Sportplätzen, in Tanzschulen und auf der Straße haben uns gezeigt, dass es Zeit ist für David. Zeit für eine gemeinsame „Kampfansage“ gegen die einschüchternden Tagesparolen der Goliaths unserer Zeit.
 
Aus all diesen ermutigenden Begegnungen sind nun sage und schreibe gut 40 Veranstaltungen entstanden, die von September bis November erleben lassen, wo überall in Karlsruhe ein kleiner David sitzt und den Kampf gegen seinen Goliath aufnimmt und seine Chance nutzt. Nicht nur im biblischen Bethlehem, auch in unserer Stadt steht jeden Morgen einer auf und stellt sich einem Goliath in den Weg, ringt mit ihm um eine bessere Welt.
Stefanie Ritzmann
Stefanie Ritzmann kämpft erfolgreich gegen ihren persönlichen Goliath.
 
Die eine wunderbare Geschichte vom Sieg des Hirtenjungen über den Riesen zieht viele Geschichten nach sich von Menschen, die nach dem Motto leben: mit „Liebe, Mut und Gottvertrauen“ kann es jeder von uns schaffen. Da ist zum Beispiel die Geschichte von einer, die mit einer unheilbaren Behinderung ins Leben starten musste, deren Goliath ihr in der eigenen Familie den Schneid abkaufen wollte. „Mit aller Macht wollte mir mein Vater damals meine Lebensfreude austreiben und mich einschüchtern“, kann Stefanie Ritzmann sagen. „Heute weiß ich, dass alles so hat kommen müssen, dass ich die Kraft bekam, mich meinem Goliath zu stellen und ich jetzt fröhlich mit meiner Behinderung leben kann“. Wer ihre Geschichte hört, der hört gleichzeitig die Geschichte von David und seinem Sieg über den bösartigen Riesen.
Und es geht doch!
Stefanie Ritzmann
Bäckermeister Schmidt in seiner gläsernen Backstube
 
Da ist die Geschichte von der kleinen Bäckerei in der Ritterstraße. Als ich kurz vor Weihnachten dort meine Brötchen holen will, sehe ich schon durchs Schaufenster, wie sie Brezeln schlingen und Zöpfe flechten und dabei so fröhlich sind. Kaum gehen die Türen zum Laden auf, singen sie zusammen mit ihrem Meister aus vollem Herz und auch ein bisschen schräg „O du fröhliche…“.
 
Da wars schon Weihnachten für mich, bevor in der Stadtkirche die Weihnachtsgeschichte gelesen wurde. Und mir war klar, hier kämpfen sie miteinander gegen einen Goliath, der diktiert, dass nur Masse, viele Maschinen und gesunde Mitarbeiter in der harten Geschäftswelt überleben können. Und wieder lächelt David sein „Es geht doch!“ in den Alltag unserer Stadt.
Davids Fan werden
Weil unsere Möglichkeiten, die Zeit und unsere Kraft dann doch begrenzt ist, haben wir irgendwann aufhören müssen, noch mehr Menschen wie David in Karlsruhe zu entdecken. Nach kurzem Nachdenken würde Ihnen sicher der eine oder die andere auch noch einfallen.
 
So beschränken sich unsere Aktionen und Veranstaltungen auf das Mögliche. Vielleicht ist es uns gelungen einen großen Bogen zu spannen und mit leckerem Gebäck, mit Musik, Gottesdiensten, Workshops, Diskussionen und unserer Skulptur sie zu mehr zu verlocken. Aber aufgepasst: Davids Liebe, Mut und Gottvertrauen sind ansteckend! Sie könnten zu seinem Fan werden und etwas riskieren, wie er.
 
Ihr Pfarrer Dirk Keller,
Projektleitung

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Evangelische Kirche Karlsruhe
Das David-Projekt 2018. Ein Projekt der Evangelischen Kirche Karlsruhe. Unter Leitung von Pfarrer Dirk Keller, Pfarrer an der Evangelischen Stadtkirche Karlsrhe. Evangelisches Pfarramt der Alt- und Mittelstadtgemeinde, Kreuzstr. 13, 76133 Karlsruhe, Telefon 0721 / 9 20 49 16, Telefax 0721 / 20 53 82, dirk.keller@stadtkirche-karlsruhe.de, www.stadtkirche-karlsruhe.de, www.david2018.de